
An der Munich Business School glauben wir, dass Resilienz nicht nur eine persönliche Eigenschaft ist – sie ist eine berufliche Notwendigkeit. Deshalb ist Resilienzmanagement Teil unseres Lehrplans.
Arnd Albrecht, Professor für Personalwesen an der MBS, untersucht derzeit, wie zukünftige Führungskräfte während ihres Studiums Resilienz entwickeln. Auf der 32. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) und der 75. Arbeitstagung des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM) in Berlin präsentierte er eine Längsschnittstudie, in der 150 internationale Studierende der Betriebswirtschaftslehre über mehrere Semester hinweg begleitet wurden.
Die Ergebnisse: Das Stressniveau erreicht während der Prüfungsphasen immer wieder Spitzenwerte. Noch wichtiger ist jedoch, dass interne Stressfaktoren – wie Versagensangst und Grübeln – eindeutig Vorrang vor externen Stressfaktoren haben. Vielen Studierenden fällt es schwer, ohne Schuldgefühle abzuschalten, Aufgaben zu delegieren oder mit dem Grübeln aufzuhören.

Interessanterweise zeigen diejenigen, die externe Unterstützung annehmen, mit der Zeit tendenziell stärkere Bewältigungsmechanismen – ein Hinweis darauf, wie wichtig zwischenmenschliche Offenheit für die Entwicklung von Resilienz ist.
Die Erkenntnis daraus: Wenn wir wollen, dass unsere Alumni als Führungskräfte in einer unvorhersehbaren Welt erfolgreich sind, dürfen wir Resilienz nicht als Randthema behandeln, sondern müssen sie als Kernbestandteil der Hochschulbildung betrachten.